Was ist SaaS (Software as a Service)?

Glossar · ERP & Odoo

Auch bekannt als: Software as a Service, Cloud-Software, Cloud-ERP, Mietsoftware, Cloud-Lösung

Kurz erklärt

SaaS (Software as a Service) ist ein Cloud-Modell, bei dem Software nicht lokal installiert, sondern über das Internet genutzt wird. Der Anbieter betreibt Anwendung, Server und Updates; abgerechnet wird meist als Abonnement.

SaaS, PaaS und IaaS

Die gängige Einteilung stammt vom US-Normeninstitut NIST, das 2011 drei Servicemodelle für Cloud Computing beschrieben hat. Bei SaaS nutzt ihr die fertige Anwendung des Anbieters, meist im Browser. Server, Betriebssystem, Speicher und die Software selbst verwaltet der Anbieter; ihr ändert höchstens Einstellungen für euren Betrieb.

Bei PaaS (Platform as a Service) stellt der Anbieter eine Plattform bereit, auf der ihr eigene Anwendungen oder Erweiterungen betreibt. Bei IaaS (Infrastructure as a Service) mietet ihr nur Rechenleistung und Speicher und kümmert euch um alles darüber selbst. Die Übergänge sind fliessend: Odoo.sh etwa beschreibt sich als Kombination aus PaaS und IaaS.

Cloud-ERP: das ERP als Service

Wird ein ERP-System als SaaS angeboten, spricht man von Cloud-ERP. Der Reiz liegt auf der Hand: kein eigener Server, keine Installation, Updates kommen automatisch, und das Team arbeitet im Büro wie unterwegs mit denselben Daten.

Der Preis für diese Bequemlichkeit ist weniger Kontrolle. Der Anbieter bestimmt, wann Updates kommen, wo die Server stehen und wie weit sich die Software anpassen lässt. Für einen Betrieb, der mit dem Standard gut fährt, ist das meist kein Problem – für einen mit vielen Sonderwünschen schon.

Auch die Kosten verschieben sich: Statt einer grossen Anfangsinvestition in Server und Lizenzen zahlt ihr laufend, meist pro Benutzer und Monat oder Jahr. Über mehrere Jahre gerechnet ist das nicht automatisch günstiger oder teurer – es macht die Kosten aber planbarer.

Worauf KMU bei SaaS achten

Vor dem Entscheid lohnt sich ein nüchterner Blick auf ein paar Punkte, die in Werbeprospekten selten oben stehen:

  • Datenstandort und Datenschutz: Wo liegen die Server, und passt das zu euren Pflichten nach revDSG und den Vorgaben eurer Kunden?
  • Ausstieg: Kommt ihr mit allen Daten in einem brauchbaren Format wieder heraus?
  • Updates: Wie oft wird aktualisiert, und könnt ihr vorher testen?
  • Anpassungen und Anbindungen: Sind eigene Erweiterungen und Schnittstellen erlaubt?

SaaS bei Odoo: Odoo Online

Die SaaS-Variante von Odoo heisst Odoo Online. Odoo hostet und betreut die Datenbanken selbst, ihr arbeitet im Browser oder in der App. Anpassungen ohne eigenen Code sind möglich, eigene Module und Module aus dem Odoo App Store hingegen nicht. Neue Versionen spielt Odoo selbst ein; spätestens nach zwei Jahren wird automatisch aktualisiert. Wer andere Programme über die externe API anbinden will, braucht dort den Custom-Tarif.

Braucht ihr eigene Module oder einen bestimmten Datenstandort, kommen Odoo.sh oder ein eigener Server in Frage. Wir hosten Odoo auf Servern in der Schweiz, in Deutschland oder in Finnland – mehr dazu beim Odoo Hosting.

Häufige Fragen zu SaaS

Deine Frage ist nicht dabei? Frag uns direkt – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Was ist der Unterschied zwischen SaaS und On-Premise?

Bei SaaS betreibt der Anbieter die Software für euch, ihr nutzt sie übers Internet. Bei On-Premise läuft sie auf einem Server, den ihr selbst betreibt oder bei einem Hoster eurer Wahl betreiben lasst.

Ist Cloud-ERP für KMU sicher?

Das hängt vom Anbieter ab: Achtet auf Datenstandort, Verschlüsselung, Backups und klare Regeln zum Datenschutz. Ein seriöser Anbieter beantwortet diese Fragen schriftlich.

Kann man bei Odoo Online eigene Module nutzen?

Nein, Odoo Online erlaubt nur Anpassungen ohne eigenen Code. Für eigene Module braucht es Odoo.sh oder ein eigenes Hosting, zum Beispiel über Let’s Doo.

Bereit für den nächsten Schritt?

Lass uns gemeinsam herausfinden, wie Odoo euren Betrieb weiterbringt.