Kurz erklärt
eBill ist das digitale Rechnungsverfahren der Schweizer Banken, betrieben von SIX: Rechnungen landen direkt im E-Banking der Empfängerin oder des Empfängers und werden dort geprüft und mit wenigen Klicks zur Zahlung freigegeben.
So funktioniert eBill
Hinter eBill steht SIX, die die Infrastruktur im Auftrag der Schweizer Banken betreibt. Eure Kundin meldet sich in ihrem E-Banking einmal bei euch als Rechnungssteller an. Ab dann erscheint jede neue Rechnung direkt dort, wird geprüft und freigegeben oder abgelehnt. Wer möchte, richtet für wiederkehrende Rechnungen eine Dauerfreigabe ein.
Über eBill lassen sich nicht nur Einzel- und Ratenrechnungen verschicken, sondern auch Mahnungen, Gutschriften, reine Informationsanzeigen und Spendenanfragen. Freigegebene Rechnungen bleiben nach dem Fälligkeitsdatum noch 730 Tage in der Ablage sichtbar.
eBill und QR-Rechnung: kein Entweder-oder
Die beiden werden oft verwechselt. Die QR-Rechnung ist ein Format: eine Rechnung mit Zahlteil und QR-Code, auf Papier oder als PDF. eBill ist ein Zustellweg: Die Rechnungsdaten gehen ohne Umweg ins E-Banking. Beide haben die alten Einzahlungsscheine abgelöst, und viele Betriebe bieten beides an.
Der Unterschied zur E-Mail-Rechnung: Dort muss jemand die Angaben ins E-Banking übertragen oder den QR-Code scannen. Bei eBill sind sie schon da – Tippfehler beim Betrag sind damit eher ein Thema für Nostalgiker.
Was ihr als Rechnungssteller braucht
Um eBill-Rechnungen zu versenden, braucht ihr einen eBill-Netzwerkpartner. Er bindet euch an die Infrastruktur von SIX an und begleitet die Umstellung; eine Liste der zertifizierten Netzwerkpartner führt ebill.ch. Die Preise für Rechnungssteller legt der Netzwerkpartner fest, für Privatkundinnen und -kunden ist der Empfang kostenlos.
Technisch muss eure Software die Rechnungsdaten im Format des Netzwerkpartners liefern und Rückmeldungen wie Anmeldungen neuer Kundschaft verarbeiten. Interessant ist eBill vor allem, wenn ihr regelmässig viele Rechnungen an Privatpersonen verschickt, etwa als Dienstleister mit Abos oder Wartungsverträgen. SIX baut auf derselben Infrastruktur zudem das Lastschriftverfahren eBill Direct Debit aus.
eBill-Rechnungen als Firma empfangen
Auch KMU können eBill-Rechnungen empfangen, sofern ihre Bank das Geschäftskundenangebot unterstützt. Mehrere Mitarbeitende lassen sich berechtigen, Rechnungen im Namen der Firma einzusehen und freizugeben. Als Kennung dient die Unternehmens-Identifikationsnummer (UID). Firmen, deren Software an die Bank angebunden ist, können eBill-Rechnungen samt PDF auch direkt dort weiterverarbeiten.
eBill und Odoo
Die Odoo Rechnungsstellung erstellt QR-Rechnungen von Haus aus und verschickt sie per E-Mail oder über das Kundenportal. Der Versand über eBill gehört nicht zum Standardumfang: Dafür braucht es einen Netzwerkpartner und eine Schnittstelle zu ihm, etwa über ein Zusatzmodul. Ob sich das für euer Rechnungsvolumen lohnt und welcher Weg passt, klären wir in der Beratung; die Anbindung selbst gehört zu unseren individuellen Anpassungen.
Häufige Fragen zu eBill
Deine Frage ist nicht dabei? Frag uns direkt – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Was kostet eBill?
Für Privatkundinnen und -kunden ist der Empfang im E-Banking kostenlos. Rechnungssteller bezahlen ihren eBill-Netzwerkpartner, der seine Preise selbst festlegt.
Was ist der Unterschied zwischen eBill und QR-Rechnung?
Die QR-Rechnung ist ein Rechnungsformat mit Zahlteil und QR-Code, auf Papier oder als PDF. eBill ist ein Zustellweg, über den die Rechnung direkt ins E-Banking kommt und dort freigegeben wird.
Können Unternehmen eBill-Rechnungen empfangen?
Ja, wenn die eigene Bank das eBill-Angebot für Geschäftskunden unterstützt. Berechtigte Mitarbeitende prüfen und geben die Rechnungen dann im E-Banking oder in der angebundenen Business-Software frei.