Was ist eine QR-Rechnung?

Glossar · Finanzen & Schweiz

Auch bekannt als: QR-Einzahlungsschein, QR-Zahlteil, Swiss QR Code, QR-Bill

Kurz erklärt

Die QR-Rechnung ist der Schweizer Standard für Rechnungen mit Zahlteil: Ein Swiss QR Code enthält alle Zahlungsangaben maschinenlesbar. Sie hat die roten und orangen Einzahlungsscheine abgelöst.

Aufbau: Zahlteil, Empfangsschein und Swiss QR Code

Eine QR-Rechnung besteht aus der eigentlichen Rechnung und einem standardisierten Zahlteil am unteren Rand. Der Zahlteil hat das Format A6 quer (148 × 105 mm), links daneben sitzt der Empfangsschein (62 × 105 mm). Auf Papier ist der Teil perforiert, als PDF wird er einfach mitgeschickt.

Herzstück ist der Swiss QR Code mit dem Schweizer Kreuz in der Mitte. Er enthält Konto (IBAN oder QR-IBAN), Empfänger, Betrag, Währung (CHF oder EUR), Referenz und Mitteilung. Wer bezahlt, scannt ihn mit der Banking-App oder einem Belegleser – und muss nichts mehr abtippen.

Vom Einzahlungsschein zur QR-Rechnung

Eingeführt wurde die QR-Rechnung am 30. Juni 2020. Nach einer Übergangsphase haben Banken und PostFinance die roten (ES) und orangen (ESR) Einzahlungsscheine per 30. September 2022 vom Markt genommen; seither werden sie nicht mehr verarbeitet. Die Regeln für Inhalt und Gestaltung legt SIX in den Implementation Guidelines QR-Rechnung fest, die Teil der Swiss Payment Standards sind.

QR-IBAN, QR-Referenz oder Creditor Reference

Für die Zuordnung eingehender Zahlungen gibt es drei Varianten:

  • QR-IBAN mit QR-Referenz: Die 27-stellige numerische Referenz übernimmt die Rolle der früheren ESR-Referenz. Eine QR-IBAN gilt nur für Zahlungseingänge und ist an der Instituts-Identifikation im Bereich 30000 bis 31999 erkennbar.
  • Normale IBAN mit Creditor Reference: eine internationale Referenz nach ISO 11649, die mit «RF» beginnt.
  • Normale IBAN ohne Referenz: Die Zuordnung läuft dann über die Mitteilung, also eher von Hand.

Was sich seit November 2025 geändert hat

Seit dem 21. November 2025 gilt Version 2.3 der Implementation Guidelines. Die wichtigste Änderung: Im QR-Code sind nur noch strukturierte Adressen erlaubt, also Strasse, Hausnummer, Postleitzahl und Ort in getrennten Feldern. Die bisher mögliche kombinierte Adresse entfällt; die Banken verarbeiten alte Adressformate nur noch während einer Übergangsfrist.

Wer Rechnungen in Word-Vorlagen oder mit einer veralteten Software erstellt, sollte das prüfen. Eine Rechnung, die die Bank der Kundschaft zurückweist, ist die unangenehmste Art, auf sein Geld zu warten.

QR-Rechnungen mit Odoo

Mit der Schweizer Lokalisierung druckt die Odoo Rechnungsstellung den QR-Zahlteil automatisch auf jede Rechnung, auch mit QR-IBAN und QR-Referenz. Geht die Zahlung ein, gleicht die Odoo Buchhaltung sie über die Referenz mit dem offenen Posten ab – das ist die halbe Debitorenbuchhaltung.

Die Zahlungsmeldungen der Bank kommen dabei im Format ISO 20022 ins System. Wer seine Rechnungen statt auf Papier oder per E-Mail direkt ins E-Banking der Kundschaft schicken will, schaut sich zusätzlich eBill an.

Häufige Fragen zu QR-Rechnung

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Ist die QR-Rechnung Pflicht?

Eine Rechnung muss keinen Zahlteil haben. Legt ihr aber einen bei, ist das seit Oktober 2022 der QR-Zahlteil – die alten roten und orangen Einzahlungsscheine verarbeiten Banken und Post nicht mehr.

Was ist der Unterschied zwischen IBAN und QR-IBAN?

Die QR-IBAN ist eine spezielle IBAN nur für Zahlungseingänge mit QR-Referenz. Ihr bekommt sie von eurer Bank zusätzlich zur normalen IBAN; sie ermöglicht die automatische Zuordnung wie früher beim orangen Einzahlungsschein.

Darf ich eine QR-Rechnung per E-Mail verschicken?

Ja. Die Implementation Guidelines sehen die QR-Rechnung ausdrücklich auch als PDF vor, mit dem Zahlteil als Teil der Rechnung oder als Beilage.

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