Kurz erklärt
SAP Business One ist die ERP-Software des deutschen Herstellers SAP für kleine und mittlere Unternehmen. Die Software deckt Finanzen, Einkauf, Lager, Verkauf, Kundenbeziehungen, Produktion und Auswertungen ab und wird über Partner vertrieben und eingeführt.
Hersteller und Zielgruppe
Hinter SAP Business One steht die SAP SE aus Walldorf, bekannt für ihre ERP-Systeme für Grossunternehmen wie SAP S/4HANA. Business One ist laut SAP dagegen ausdrücklich für kleine und mittlere Unternehmen gemacht. SAP nennt Unterstützung für 28 Sprachen und 50 Länderversionen sowie über 850 lokale Partner, die die Software verkaufen, einführen und betreuen.
SAP beschreibt Business One als Gesamtlösung für den ganzen Betrieb: Buchhaltung und Finanzen, Einkauf, Lager und Verkauf, Kundenbeziehungen (CRM) sowie Auswertungen. Für Produktionsbetriebe gibt es Stücklisten, Produktionsaufträge und eine Materialbedarfsplanung.
Betrieb und Erweiterungen
Betreiben lässt sich SAP Business One lokal auf eigenen Servern oder in der Cloud. Als Datenbank dient entweder Microsoft SQL Server oder SAP HANA, die hauseigene In-Memory-Datenbank von SAP. Laut SAP lässt sich die Software anpassen und erweitern, wenn der Betrieb wächst; Branchenlösungen und Zusatzmodule bieten die Partner an.
Bei der Auswahl lohnt es sich, genau hinzuschauen, wie die Schweizer Besonderheiten abgedeckt sind: MWST-Abrechnung, QR-Rechnung, Zahlungsverkehr nach ISO 20022 und Lohn. Das hängt bei jedem ERP von Version, Lokalisierung und Partnerlösung ab – bei Business One genauso wie bei Odoo.
Für wen SAP Business One passt
Interessant ist Business One vor allem für Betriebe, für die die Nähe zu SAP zählt: etwa Tochtergesellschaften einer Gruppe, deren Hauptsitz mit SAP arbeitet, oder Unternehmen, die einen Business-One-Partner mit passender Branchenlösung gefunden haben.
Wer dagegen ein ERP sucht, das sich App für App erweitern lässt und dessen Kern als Open Source offenliegt, schaut sich auch Odoo an. Ein ausführlicher Vergleich der beiden gehört auf eine eigene Seite.
Welche Odoo-Apps die Aufgaben abdecken
Die Bereiche von SAP Business One finden sich in Odoo als einzelne Apps, die alle auf dieselbe Datenbank zugreifen: Buchhaltung für die Finanzen, CRM und Verkauf für Kunden und Offerten, Lager und Einkauf für die Logistik und Fertigung mit Stücklisten und Materialplanung für die Produktion. Auswertungen laufen über die Berichte der Apps und Odoo Tabellenkalkulationen.
Was ein Wechsel bedeutet
Ein Wechsel ist zuerst eine Datenmigration: Kunden, Lieferanten, Artikel, Stücklisten, offene Posten und Anfangsbestände werden aus Business One exportiert, bereinigt und in Odoo importiert. Die Buchungshistorie übernehmen viele Betriebe nur als Saldo. Dann muss geklärt sein, wie die alten Daten während der zehnjährigen Aufbewahrungsfrist lesbar bleiben.
Dazu kommt jede Schnittstelle, die heute an Business One hängt: Webshop, Banken, EDI mit Kunden oder Lieferanten. Ein guter Zeitpunkt für den Umstieg ist oft der Wechsel des Geschäftsjahres. Ob er sich für euch lohnt, klären wir ehrlich im Erstgespräch.
Häufige Fragen zu SAP Business One
Deine Frage ist nicht dabei? Frag uns direkt – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Für wen ist SAP Business One gedacht?
Laut SAP für kleine und mittlere Unternehmen. Für Unternehmen aller Grössen bis hin zu Konzernen bietet SAP andere ERP-Systeme an, etwa SAP S/4HANA.
Was ist der Unterschied zwischen SAP Business One und SAP S/4HANA?
Business One richtet sich an KMU, S/4HANA ist das ERP-System von SAP für Organisationen jeder Grösse bis zum Konzern. Es sind zwei eigenständige Produkte.
Kann man von SAP Business One zu Odoo wechseln?
Ja. Stammdaten, offene Posten und Bestände lassen sich exportieren und in Odoo importieren, Schnittstellen zu Webshop oder Banken werden neu eingerichtet. Wie aufwendig das ist, hängt vor allem von euren Anpassungen und der Datenqualität ab.