Kurz erklärt
Ein Kassensystem (englisch Point of Sale, kurz POS) erfasst Verkäufe vor Ort, nimmt Zahlungen bar, per Karte oder per App entgegen, erstellt den Beleg und hält fest, was wann verkauft wurde.
Von der Registrierkasse zur Kassensoftware
Früher war die Kasse ein eigenes Gerät mit Schublade und Papierrolle. Heute ist sie meist Software, die auf einem Tablet, einem PC oder spezieller Kassenhardware läuft, oft direkt im Browser. Drumherum hängt Peripherie: Bondrucker, Barcode-Scanner, Kassenschublade, Kundendisplay, Kartenterminal und im Lebensmittelbereich auch eine Waage.
Damit verschiebt sich die Frage von «Welches Gerät?» zu «Was soll die Kasse alles wissen?». Eine zeitgemässe Kasse kennt Artikel, Preise und Aktionen, verwaltet Treuekarten und Gutscheine und erstellt am Abend den Kassenabschluss. Wichtig im Alltag: Die Kasse sollte weiterlaufen, wenn das Internet einmal ausfällt.
Bezahlen in der Schweiz: Karte, TWINT und Bargeld
Kartenzahlungen laufen über ein Terminal, das ihr bei einem Zahlungsdienstleister bezieht. In der Schweiz ist das unter anderem Worldline, das 2018 SIX Payment Services übernommen hat. Dazu kommt TWINT, die Schweizer Bezahl-App: Händler können sie per QR-Code-Sticker, über ein Kartenterminal mit TWINT-Funktion oder direkt im Kassensystem annehmen. Voraussetzung ist ein Akzeptanzvertrag mit TWINT oder dem Zahlungsdienstleister.
Bevor ihr Hardware kauft, lohnt sich deshalb eine einfache Frage: Sprechen Kasse und Terminal miteinander? Ist das Terminal angebunden, übernimmt es den Betrag direkt aus der Kasse, und niemand tippt ihn ein zweites Mal ein. Bargeld bleibt trotzdem ein Thema, also gehört auch der Kassensturz am Abend zum Konzept.
Mehr als kassieren: Lager, Buchhaltung, Aufbewahrung
Richtig nützlich wird eine Kasse, wenn sie nicht als Insellösung läuft. Jeder Verkauf sollte den Bestand reduzieren, der Tagesabschluss in die Buchhaltung fliessen und die MWST pro Artikel richtig ausgewiesen sein. Sonst überträgt jemand am Abend Zahlen von einem System ins andere.
Auch die Aufbewahrung gehört dazu: Geschäftsbücher und Buchungsbelege – dazu zählen auch Kassenbelege und Abschlüsse – müssen in der Schweiz zehn Jahre aufbewahrt werden (Art. 958f OR). Ein Kassensystem, das Belege und Abschlüsse digital und nachvollziehbar ablegt, macht das deutlich einfacher als ein Schuhkarton voller Kassenrollen.
Das Kassensystem in Odoo
Odoo Kassensystem startet im Browser auf Tablet, PC oder Kassenhardware und kassiert auch offline weiter. Jeder Verkauf bucht den Bestand im Lager ab, der Kassenabschluss landet in der Buchhaltung, und Treueprogramme, Gutscheine und Geschenkkarten laufen im gleichen System. Laut Odoo-Dokumentation lassen sich Zahlungsterminals verschiedener Anbieter direkt anbinden, darunter Worldline und SIX. Ob TWINT über euer Terminal läuft, klärt ihr am besten mit dem Terminalanbieter.
Für Cafés und Restaurants gibt es Odoo Kassensystem Restaurant mit Tischplan und Küchenanbindung. Bei der Implementierung übernehmen wir Artikel und Preise, binden die Hardware an und schulen das Team direkt an der Kasse.
Häufige Fragen zu Kassensystem
Deine Frage ist nicht dabei? Frag uns direkt – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Was bedeutet POS?
POS steht für Point of Sale, also den Ort, an dem verkauft und bezahlt wird. Im Alltag meint man damit meist das Kassensystem samt Hardware wie Bondrucker und Kartenterminal.
Kann ein Kassensystem TWINT annehmen?
Ja, auf verschiedene Arten: per QR-Code-Sticker, über ein Kartenterminal mit TWINT-Funktion oder direkt in die Kassensoftware integriert. Was davon geht, hängt von Kasse, Terminal und Zahlungsdienstleister ab.
Wie lange muss ich Kassenbelege aufbewahren?
Geschäftsbücher und Buchungsbelege, zu denen auch Kassenbelege gehören, sind in der Schweiz zehn Jahre aufzubewahren (Art. 958f OR). Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Geschäftsjahres.