Kurz erklärt
HubSpot ist eine Customer-Plattform aus der Cloud für Marketing, Vertrieb und Kundenservice, entwickelt vom US-Unternehmen HubSpot mit Sitz in Boston. Basis ist ein CRM, das es in einer Gratisversion gibt; darauf bauen kostenpflichtige «Hubs» auf.
Herkunft: die Firma hinter «Inbound Marketing»
HubSpot wurde 2006 von Brian Halligan und Dharmesh Shah gegründet, die sich am MIT kennengelernt hatten; der Hauptsitz ist in Boston. Die Idee dahinter: Kaufinteressierte wollen hilfreiche Informationen statt Werbung. Daraus hat HubSpot das Konzept «Inbound Marketing» geprägt – Kundschaft über Inhalte, Suchmaschinen und Newsletter gewinnen, statt sie mit Kaltakquise anzugehen.
Der Gedanke dahinter: Wer hilfreiche Inhalte veröffentlicht, wird gefunden, sammelt über Formulare Kontakte und begleitet sie mit E-Mails, bis sie bereit für ein Gespräch sind. Erst dann übernimmt der Vertrieb. Dieses Zusammenspiel von Website, Formular, Newsletter und CRM ist bis heute der Kern der Plattform.
Entsprechend kommt HubSpot vom Marketing her und ist erst danach Richtung Vertrieb und Service gewachsen.
Was HubSpot abdeckt
Alle Produkte bauen auf dem gemeinsamen Smart CRM mit Kontakten, Firmen und Deals auf. Laut Hersteller gibt es diese Hubs:
- Marketing Hub für Kampagnen, Formulare, E-Mail-Marketing und Automatisierung
- Sales Hub für Pipeline, Deals und Vertriebsaufgaben
- Service Hub für Kundenservice und Tickets
- Content Hub für Website-Inhalte und Blog
- Data Hub für die Pflege und Zusammenführung von Kundendaten
- Revenue Hub für Angebote, Rechnungen und Zahlungen
Für wen HubSpot gut passt
HubSpot ist beliebt bei Betrieben, deren Neukundengewinnung stark online läuft: Agenturen, Software- und Dienstleistungsfirmen, B2B-Anbieter mit erklärungsbedürftigen Produkten. Wer mit dem Gratis-CRM einsteigt und später Marketing- oder Sales-Funktionen dazunimmt, kann klein anfangen.
Ein Wechsel kommt eher zur Sprache, wenn auf den gewonnenen Lead viel Abwicklung folgt: Aufträge, Lager, Projekte, Zeiterfassung und Buchhaltung. Dann stellt sich die Frage, ob CRM und Marketing nicht im selben System liegen sollten wie der Rest des Betriebs.
Welche Odoo-Apps diese Aufgaben übernehmen
Die HubSpot-Hubs haben in Odoo jeweils Gegenstücke: CRM und Verkauf für den Vertrieb, Marketing-Automatisierung und E-Mail-Marketing für Kampagnen, Website und Blog für Inhalte, Kundendienst und Livechat für den Service. Weil alles auf derselben Datenbasis läuft, sieht der Vertrieb etwa direkt, welche Rechnungen offen sind.
Ein Beispiel: Füllt jemand auf eurer Odoo-Website ein Kontaktformular aus, entsteht direkt ein Lead im CRM. Daraus wird eine Offerte, nach der Unterschrift ein Auftrag und am Ende eine Rechnung, ohne dass jemand Daten von einem System ins nächste kopiert.
Beim Umzug werden Kontakte, Firmen, Deals und, wo sinnvoll, Newsletter-Listen samt Einwilligungen per Datenmigration übernommen. Formulare, Tracking und andere Tools, die bisher an HubSpot hingen, werden über Schnittstellen neu verbunden. Den Ablauf beschreiben wir bei der Odoo Einführung.
Häufige Fragen zu HubSpot
Deine Frage ist nicht dabei? Frag uns direkt – das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Ist HubSpot kostenlos?
HubSpot bietet ein Gratis-CRM an. Die erweiterten Funktionen der einzelnen Hubs, etwa für Marketing-Automatisierung, sind kostenpflichtig; die Bedingungen findest du beim Hersteller.
Was ist der Unterschied zwischen HubSpot und Odoo?
HubSpot ist auf Marketing, Vertrieb und Service ausgerichtet. Odoo deckt diese Bereiche ebenfalls ab und verbindet sie im selben System mit Lager, Projekten und Buchhaltung.
Können wir unsere HubSpot-Kontakte nach Odoo übernehmen?
Ja. Kontakte, Firmen und Deals lassen sich exportieren und in Odoo importieren. Bei Newsletter-Listen achten wir darauf, dass die Einwilligungen mitkommen.